Neueste Beiträge

Blog First by Taylor Swift

Warum überhaupt bloggen? Es hieß ja mal Print First, dann Online First. Taylor Swift probierts mal mit Blog First. Wenn ein vor Cash-Reserven nur so strotzendes Unternehmen, wegen einem Blogpost, die Künstler an der dreimonatigen Testphase ihres neuen Musik-Streamers nun doch finanziell beteiligt, dann hat Taylor eine neue Zeitrechnung erschaffen. Achja, liebes Apple, das mit der News App solltest Du Dir nochmal überlegen.

 

Interview mit Christiane Walz zu ihrer Blogger Relations Studie

Die Blogger Relations gewinnen immer mehr an Bedeutung im Bereich der Unternehmenskommunikation. Christiane Walz, eine leidenschaftliche Bloggerin, hat gerade ihre Diplomarbeit über dieses Thema fertig gestellt. In Ihrer Arbeit hat sie vorrangig untersucht inwieweit unabhängige Blogs als wirkungsvolles Instrument bei Kaufentscheidungen eine Rolle spielen. Als Bloggerin auf Krissys Beauty Box haben ihre eigenen Erfahrungen sicherlich geholfen eine aussagekräftige Studie über die Vorteile der Blogger Relations zu erzielen.

Wir haben mit ihr als Blogger Agentur kooperiert und hoffen, dass wir mit unseren, alltäglichen, praktischen Erfahrungen, etwas beitragen konnten. Bei Fragen zur Studie oder maßgeschneiderten Whitepapers stehen Christiane und wir zur Verfügung.

cw-284x300zeitdeck: Welche persönliche Erfahrung hat Dich zum Bloggen geführt?

Christiane Walz: Zum Bloggen bin ich eher auf die unübliche Weise gekommen. Ich wollte nicht direkt ein Blog starten, sondern eher meine positiven Erfahrungen über ein bestimmtes Produkt mit der Welt teilen.  Da eine Freundin von mir jedoch bereits ein Blog hatte war die Entscheidung schnell gefallen und ich hatte mein eigenes erstellt. Die Dynamik welche danach entstand und dass sich das Bloggen zu meinem größten Hobby entwickeln sollte war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht absehbar.

zeitdeck: Warum wolltest Du eine Diplomarbeit über das Bloggen schreiben und was ist Deiner Meinung nach wenig erforscht?

Christiane Walz: Die Entscheidung für das Thema habe ich sehr bewusst getroffen. Mich hat das Thema Blogger Relations durch meine persönliche Erfahrung mit dem Medium interessiert und ich wollte dieses genauer erforschen. Ebenfalls möchte ich mich gerne zukünftig auch im Beruf mit den sozialen Medien beschäftigen. Eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema zu erstellen ist somit ein Weg in eine neue berufliche Zukunft.

Das Blog selbst wird bereits häufig in der Fachliteratur erwähnt, der Begriff, die Entstehung und Entwicklung sind somit bekannt. Weniger erforscht sind die Beziehungen, die sogenannten Blogger Relations, und welchen Nutzen diese für Blogger und Unternehmen haben können. Es gibt noch immer offene Fragen zwischen den beiden Parteien in Bezug auf Forderungen, Leistungen und Entlohnung. Relativ unerforscht ist ebenfalls die Messung von werblichen Maßnahmen und was diese genau in Verkaufszahlen ausmacht.

zeitdeck: Wie würdest Du den Begriff „Blogger Relations“ erklären?

Christiane Walz: Blogger Relations sind ganz einfach als Beziehungen anzusehen. Diese bestehen in der Regel zwischen Blogger und Unternehmen. Wichtig ist es hierbei, dass nicht nur der eigentliche Kontakt und die Eintragung in eine Blogger-Kartei als diese Beziehung angesehen werden. Die eigentliche Arbeit besteht darin die Beziehung zu pflegen und aufrecht zu erhalten. Es ist wichtig, dass sich das Unternehmen mit den Themen der Blogs und auch der Person dahinter auseinandersetzt. Die auf jeden Blogger zugeschnittene Ansprache und Kommunikation sind das was gute Blogger Relations ausmachen.

zeitdeck: Welche Ergebnisse Deiner Diplomarbeit sind für Blogger und Unternehmen relevant, die Dir vorher klar waren, die Du aber nun wissenschaftlich erkundet hast?

Christiane Walz: Mir war vorher bereits klar, dass Blogger durch ihre weitreichende Vernetzung im Internet einen großen Einfluss haben. Welche für Unternehmen nützlichen Effekte jedoch hierdurch ausgelöst werden, habe ich erst durch meine Arbeit festgestellt. Dass Blogger beispielsweise einen Imagewechsel erzeugen können oder zur Suchmaschinenoptimierung der Unternehmen beitragen habe ich anhand vieler bereits vorhandenen Fachliteratur herausgefunden. Wenn ein Unternehmen bereits den materiellen Wert für einen Backlink im Internet für sich festgelegt hat, dann kann hierbei sogar die Vernetzung durch Blogger messbar gemacht werden.

Oft ist die Rede davon, dass auch schlechte Werbung trotzdem Werbung ist. Ich konnte durch meine Arbeit feststellen, dass negative Werbung die Kaufentscheidungen dahingehend beeinflussen kann, dass ein Produkt nicht gekauft wird. Oft spielen persönliche Erfahrungen der Blogger mit den Produkten eine große Rolle. Somit kann man sicher feststellen, dass sich blogtypische Werbung von der klassischen Werbung stark unterscheidet.

zeitdeck: Welche Stilform eines Blogs gefällt Dir am besten und welche drei Blogs würdest Du mit in den Urlaub nehmen?

Christiane Walz: Ich bevorzuge generell Themen-Blogs. Hier steckt in den meisten Fällen noch immer eine Privatperson dahinter, welche jedoch nur zu einem bestimmten Themenbereich bloggt. Ob es nun Beauty, Essen oder Reisen sind kann man sich gezielt für ein Blog in Bezug auf das Thema entscheiden.

Ich lese regelmäßig mindestens 30 Blogs pro Woche, da ist es gar nicht so einfach sich für 3 Blogs zu entscheiden. Ich interessiere mich vorrangig für das Thema Beauty und mag hier den Blog mikalicious.de sehr gerne, da die Berichte immer sehr ausführlich und die Fotos sehr detailliert sind. Mit in den Urlaub dürfte auch beautybutterflies.de, da ich hier eine tolle Mischung aus Beauty, Food und Lifestyle habe. Um auf dem neusten Stand in Sachen Beauty zu bleiben dürfte mich auch noch creamsbeautyblog.de begleiten, hier werden immer wieder ausländische Marken vorgestellt.

Rechtliche Tipps zu Advertorials, Produkttests und Co.

Content Marketing in Blogs boomt. Advertorials, Produkttests und Co. sind weder verwerflich noch illegal. Allerdings sollte man darauf achten, dass es einige rechtliche Fallstricke für Auftraggeber und Blogger gibt.

Kennzeichnungspflicht!

Grundsätzlich sollte ein bezahlter Beitrag auch als solcher gekennzeichnet sein. Auch bei einem Produkttest, bei dem der Blogger das Produkt von einer Agentur oder einem Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hat muss diese Information klar aus dem Artikel hervorgehen. Weiterlesen

Ein paar Worte zur Kommentar-Kultur in deutschen Blogs

Ein “Hach” oder “Fahre Bahn” ist für viele Twitter-Nutzer Anlaß genug den Tweet zu kommentieren, zu retweeten oder gar zu favorisieren. Einige Facebook-Nutzer schaffen mit der Aussage “Mir ist langweilig” bis zu 50 Kommentare zu diesem Status. Ein Foto einer Currywurst auf Instagram hat mehr Interaktion als Curry auf der Wurst zu finden ist. Aber ein gut recherchierter Blogbeitrag in dem mitunter einiges mehr an Aufwand steckt als ein “Hach“, ein “Mir ist langweilig” oder ein Klick mit der Handykamera, kann einer froh sein wenn sich wenigstens die Spammer um die Kommentare kümmern, zur Not gerne auch mal Trolle.

Das ist leider keine überspitzte Darstellung, sondern Realität im Großteil der deutschen Blogosphäre, mit Ausnahme von reichweitenstarken Blogs. Und hier hat man – betrachtet man sich die Kommentare beliebiger Artikel dieser Blogs – auch eher das Gefühl, dass es den Kommentierenden weniger um die Diskussion als mehr um den Fame geht, der möglicherweise durch einen lapidaren Kommentar (“Toller Artikel, ganz meine Meinung“) nebst dem obligatorischen Link zum eigenen Blog übertragen wird.

Warum aber ist das so? Warum fällt es leichter einen Tweet zu beantworten oder einen Facebook-Status zu kommentieren als nach dem Lesen eines Blogbeitrags seine eigene Meinung durch einen Kommentar einzubringen?

Liegt es daran, dass man bei Twitter, Facebook, Instagram und Co. sowieso “gerade eingeloggt ist” und dadurch ein paar Tastaturanschläge weniger benötigt? Ist es tatsächlich für viele Blogleser unzumutbar nach dem ganzen täglichen Getippse neben einer kurzen Wertschätzung des Artikel oder gar einer anderen Meinung seine Email-Adresse und seinen Name zusätzlich zum Kommentar zu tippen?

Oder ist es tatsächlich so, dass der Kommentar möglicherweise nicht die Aufmerksamkeit wie bei Twitter oder Facebook erhält und damit uninteressant erscheint?

Ich für meinen Teil habe beschlossen zukünftig jeden Blogartikel den ich vollständig lese nicht ohne einen Kommentar zu verlassen. Sei es ein “Dankeschön” für den Artikel oder ein “Da bin ich Deiner/anderer Meinung, weil…” und am besten ohne Angabe der eigenen Blog URL, damit man mir nicht nachsagen kann ich würde das nur wegen der Links machen.

Wer macht mit?